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Selbstbewusste Werbung für Tampons und Binden – Ist das Tabuthema Menstruation gebrochen?

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Tampon fest verschlossen in der Faust

„Die Geschichte der Menstruation ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Und auch heute noch ist dieses Thema für viele Frauen und Mädchen ein Tabu“, sagt eine Journalistin im Werbespot für die Tamponmarke OB aus den 1990ern. Man wirbt mit Geheimhaltung und Diskretion. „Ein OB bleibt nicht außen vor, sondern nimmt die Regel da auf, wo sie passiert: Im Inneren des Körpers. Man sieht nichts, man fühlt nichts und außen bleibt alles angenehm sauber“, so heißt es im Werbespot. Die Frau schließt die Faust. Vom Tampon in ihrer Hand ist nichts mehr zu sehen.

Tamponwerbung aus dem Jahr 1994:

Die Periode war peinlich

Genau so haben sich Generationen von Frauen die Menstruationsprodukte auf dem Schulhof und in Bürofluren weitergegeben: heimlich, verschwiegen und verschämt. Die Periode war peinlich. Denn menstruierende Frauen galten jahrhundertelang als unrein, sagt Sabine Zinn-Thomas, Leiterin der Landesstelle für Alltagskultur am Landesmuseum Württemberg. Das habe auch viel mit Unwissenheit zu tun gehabt. „Man wusste nicht genau, woher das Menstrualblut kommt (...) und hat sich vorgestellt, dass es den weiblichen Körper reinigen würde.“

Früher öfter schwanger als menstruierend

Erst fingen Frauen das Blut mit Stofffetzen auf, oder es lief ihnen unter den Röcken an den Beinen herunter. Wobei Frauen gar nicht so häufig menstruierten. Schließlich waren sie häufig schwanger, sagt die Wissenschaftlerin. Das änderte sich erst, als die Pille eine Familienplanung möglich machte. Da versprachen die Periodenprodukte Freiheit. Eine schambehaftete Freiheit, die es erst einmal nur in Apotheken zu kaufen gab.

Die blaue Flüssigkeit ist Werbe-Geschichte

Jetzt werden die Produkte selbstbewusster, beobachtet Zinn-Thomas: „Die Gestaltung der Verpackungen ist viel bunter geworden und nimmt auch den weiblichen Körper zum Gegenstand. Es wird einfach thematisiert, um was es sich dabei handelt und nicht mehr diskret verpackt in einem medizinisch hygienischen Kontext mit wenig Aufschrift. Aber auch im Umgang der Frauen wird ungezwungener darüber gesprochen.“ Werbung ist jetzt selbstbewusster und politischer. Wie im Werbeclip einer jungen, frauengeführten Hygieneartikelmarke. Selbstverständlich tropft rotes Blut auf den Tampon – anstatt der blauen Flüssigkeit, die zuvor jahrzehntelang in Hygieneprodukte gekippt wurde.

Tampons als Luxusprodukt?

Dann klagt der Clip an: Wieso gelten auf Periodenprodukte 19 Prozent Luxussteuer, wenn selbst Kaviar mit nur sieben Prozent besteuert wird und Menstruationsprodukte doch zum Grundbedarf gehören? Heute ist die Luxussteuer auf Periodenprodukte passé. Die Zahl der Produkte steigt, und immer häufiger liegen sie wie Klopapier auch in Café, Schulen und anderen öffentlichen Orten in der Toilette aus.

Scham vor Blut ist noch da

Ist die Scham vor dem Blut damit verschwunden? „Es ist immer noch peinlich, wenn man eine weiße Hose trägt und sich ein Blutfleck ausbreitet“, sagt Sabine Zinn-Thomas vom Landesmuseum Württemberg. „Aber ich glaube nicht, dass Frauen heute sich wegen der Menstruation schämen. Dafür gibt es eigentlich immer weniger Gründe, warum das so sein könnte.“
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Tampon fest verschlossen in der Faust

„Die Geschichte der Menstruation ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Und auch heute noch ist dieses Thema für viele Frauen und Mädchen ein Tabu“, sagt eine Journalistin im Werbespot für die Tamponmarke OB aus den 1990ern. Man wirbt mit Geheimhaltung und Diskretion. „Ein OB bleibt nicht außen vor, sondern nimmt die Regel da auf, wo sie passiert: Im Inneren des Körpers. Man sieht nichts, man fühlt nichts und außen bleibt alles angenehm sauber“, so heißt es im Werbespot. Die Frau schließt die Faust. Vom Tampon in ihrer Hand ist nichts mehr zu sehen.

Tamponwerbung aus dem Jahr 1994:

Die Periode war peinlich

Genau so haben sich Generationen von Frauen die Menstruationsprodukte auf dem Schulhof und in Bürofluren weitergegeben: heimlich, verschwiegen und verschämt. Die Periode war peinlich. Denn menstruierende Frauen galten jahrhundertelang als unrein, sagt Sabine Zinn-Thomas, Leiterin der Landesstelle für Alltagskultur am Landesmuseum Württemberg. Das habe auch viel mit Unwissenheit zu tun gehabt. „Man wusste nicht genau, woher das Menstrualblut kommt (...) und hat sich vorgestellt, dass es den weiblichen Körper reinigen würde.“

Früher öfter schwanger als menstruierend

Erst fingen Frauen das Blut mit Stofffetzen auf, oder es lief ihnen unter den Röcken an den Beinen herunter. Wobei Frauen gar nicht so häufig menstruierten. Schließlich waren sie häufig schwanger, sagt die Wissenschaftlerin. Das änderte sich erst, als die Pille eine Familienplanung möglich machte. Da versprachen die Periodenprodukte Freiheit. Eine schambehaftete Freiheit, die es erst einmal nur in Apotheken zu kaufen gab.

Die blaue Flüssigkeit ist Werbe-Geschichte

Jetzt werden die Produkte selbstbewusster, beobachtet Zinn-Thomas: „Die Gestaltung der Verpackungen ist viel bunter geworden und nimmt auch den weiblichen Körper zum Gegenstand. Es wird einfach thematisiert, um was es sich dabei handelt und nicht mehr diskret verpackt in einem medizinisch hygienischen Kontext mit wenig Aufschrift. Aber auch im Umgang der Frauen wird ungezwungener darüber gesprochen.“ Werbung ist jetzt selbstbewusster und politischer. Wie im Werbeclip einer jungen, frauengeführten Hygieneartikelmarke. Selbstverständlich tropft rotes Blut auf den Tampon – anstatt der blauen Flüssigkeit, die zuvor jahrzehntelang in Hygieneprodukte gekippt wurde.

Tampons als Luxusprodukt?

Dann klagt der Clip an: Wieso gelten auf Periodenprodukte 19 Prozent Luxussteuer, wenn selbst Kaviar mit nur sieben Prozent besteuert wird und Menstruationsprodukte doch zum Grundbedarf gehören? Heute ist die Luxussteuer auf Periodenprodukte passé. Die Zahl der Produkte steigt, und immer häufiger liegen sie wie Klopapier auch in Café, Schulen und anderen öffentlichen Orten in der Toilette aus.

Scham vor Blut ist noch da

Ist die Scham vor dem Blut damit verschwunden? „Es ist immer noch peinlich, wenn man eine weiße Hose trägt und sich ein Blutfleck ausbreitet“, sagt Sabine Zinn-Thomas vom Landesmuseum Württemberg. „Aber ich glaube nicht, dass Frauen heute sich wegen der Menstruation schämen. Dafür gibt es eigentlich immer weniger Gründe, warum das so sein könnte.“
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